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Aw: Wann kommt die nächste Währungsreform? (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Aw: Wann kommt die nächste Währungsreform?
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Eurodealer (Admin)
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Aw: Wann kommt die nächste Währungsreform? vor 3 Jahren, 8 Monaten Karma: 0  
Die kommende Deflationskrise

Von einer Deflation spricht man, wenn die Einkommen der breiten Masse sinken und daraufhin aufgrund der zurückgehenden Kaufkraft die Umsätze der Unternehmen zurückgehen. Daraus entwickelt sich ein ruinöser Wettbewerb, der die einzelen Betriebe langfristig zu einem sinkenden Preisniveau zwingt.

Ein Grund für eine Deflation liegt in der Psychologie des Menschen: Sobald Unsicherheiten aufkommen, zieht jeder seine Investitionen schnell zurück und wartet ab.

Das Fatale ist, dass sich niemand vorstellen kann, wie die Preise plötzlich ins Rutschen kommen könnten. Die meisten Menschen meinen, daß Crash automatisch Inflation bedeutet. Doch was machen Sie, wenn plötzlich Banken schließen? Geben Sie dann schnell alles Geld aus, weil Sie eine Inflation befürchten? Oder sparen Sie und kaufen nur noch das Nötigste, aus Angst vor dem Ungewissen? Sie werden Letzteres machen und nicht nur Sie, sondern Millionen Menschen genauso. Sobald Unsicherheit da ist, verschieben die Leute alle nicht unbedingt nötigen Käufe in die Zukunft. Dann kommen die Unternehmen unter Druck, weil sie nichts mehr verkaufen können und sind zu Preissenkungen gezwungen – eine Deflation entwickelt sich.

Erkennen sollten Sie aber: Jeder Crash, jeder plötzliche, unerwartete Schock führt niemals zu einer Inflation, sondern immer zu einer Deflation.

Dabei muß es gar nicht einmal zu einem plötzlichen Desaster kommen: Schon der eher schleichende Kursrückgang an den Börsen seit dem Jahr 2000 hat die Haushalte um so viel Kapital erleichtert, daß sie ihre Ausgaben reduzieren. Es stammt vor allem von Kleinanlegern, die es nun nicht mehr für Konsumgüter oder Urlaubsreisen ausgeben können. So gab die Deutsche Bundesbank bekannt, daß erstmals seit 50 Jahren wegen der Kursrückgänge an den Börsen im Jahr 2002 das private Geldvermögen gesunken sei.

Was machen Sie, wenn Sie denken, daß Ihre Aktien an der Börse immer weiter steigen? Dann geben Sie großzügig Ihr Geld aus, weil Sie denken, daß Ihre zukünftigen Ausgaben ja durch noch höhere Börsenkurse gedeckt werden. Umgekehrt: Was tun Sie, wenn Ihre Aktien plötzlich stark an Wert verlieren? Dann geben Sie immer weniger aus, weil Sie befürchten, daß Ihr Aktienbestand noch weiter zusammenschmelzen könnte und sie dann unter Umständen später zu wenig Geld haben. Das ist der Grund dafür, warum allein durch die Verluste an den Börsen seit dem Jahr 2000 schon eine deflationäre Tendenz eingeläutet wurde.

Ein weiterer Grund für die Deflation sind die fallenden Einkommen und Löhne für die meisten Menschen. Je weniger jedoch die Leute finanzielle Mittel übrig haben, um so weniger können sie auf dem Markt kaufen. Dies bewirkt eine deflationäre Abwärtsspirale:

Sinkende Löhne führen zu zurückgehenden Umsätzen bei den Unternehmen. Deshalb müssen die Firmen, um ihre Kredite bezahlen zu können, die Ausgaben senken, was sich in Entlassungen äußert. Je mehr Arbeitslose nun auf der Straße stehen, um so mehr sinkt die Massenkaufkraft. Ein Teufelskreislauf, der direkt in eine Deflations-Krise wie 1930 hineinführt.

Höhere Preise und Steuererhöhungen, bspw. für Energie und Öl, führen nicht etwa zu einer Inflation, sondern verstärken die deflationären Effekte noch zusätzlich: Wenn staatliche und Monopolpreise steigen, dann sinkt wieder die Kaufkraft der Menschen. Diese müssen dann in anderen Bereichen sparen, was die Unternehmen weiter unter Druck bringt. Erhöht bspw. der Staat die Mehrwertsteuer, dann müssen die Haushalte mehr Geld dafür ausgeben. Da jedoch das Einkommen begrenzt ist, muß in anderen, bisher finanzierbaren Bereichen gespart werden. Das alles hat für die Wirtschaft als Ganzes einen deflationären Effekt zur Folge.

Dazu kommt noch das niedrige Zinsniveau heute als deutlicher Deflationsindikator:

Sinkende Zinsen bedeuten immer eine deflationäre Entwicklung und deuten auf eine zurückgehende Kreditaufnahme hin. Was jedoch wenig beachtet wird: Keine Bank wird heute billige Kredite vergeben, wenn eine Inflation befürchtet wird. Vielmehr ist es so: Wenn eine Inflation droht, werden die Kreditzinsen automatisch um diesen Prozentsatz erhöht. Unsere Zinsentwicklung jedoch zeigt deutlich die heutigen deflationären Tendenzen
 
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Eurodealer 10.06.2008 01:13
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