JETZT GEHT ES RICHTIG LOS!
Mit der Bitte um WEITERLEITUNG
Eigentlich weiß im Moment niemand so genau, was im so genannten Weltfinanzsystem los ist.
Selbst die, die es wissen sollten, sind ratlos. Der Milliardär und Investor George Soros und der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan meinen, dass man bisher erst die Spitze des Eisberges, sprich: der Finanzkrise, offen gelegt habe.
Greenspan nannte bei einer Veranstaltung in Tokio eine Summe von rund 610 Milliarden Euro schlecht gesicherter US-Hypotheken. Diese Summe haben amerikanische Banken an finanzschwache Häuslebauer in Amerika verliehen. Aufgrund von stark gestiegenen Kreditzinsen und anderer Umstände können Millionen Amerikaner derzeit diese Schulden aufs Haus nicht mehr ordentlich zurückzahlen.
Aber was haben wir Europäer damit zu tun? Sehr viel! Denn die US-Banken hatten nicht die Milliarden von Dollar, die sie an ihre Landsleute verliehen haben. Die US-Banken pumpten sich das Geld überall auf der Welt zusammen - besonders bei europäischen Banken, die letztlich die Sparguthaben von Millionen von „Otto-Normalverbrauchern" verpfändeten. Die Kreditkrise in den USA führt nun dazu, dass europäische Banken auf ihr Geld aus Amerika teilweise verzichten müssen. Auf diesem Wege verlor beispielsweise die größte Schweizer Bank, die UBS, allein im Jahr 2007 an die sieben Milliarden Euro bei Geschäften im US-Hypothekenmarkt.
Der Umstand, dass europäische Banken ihre Gelder aus den USA nicht mehr zurückbekommen, führt nun dazu, dass sie bei Kreditvergaben an EU-Bürger und EU-Firmen sehr strenge Maßstäbe anlegen. Selbst gut dastehende Unternehmen, die Kredite benötigen, um beispielsweise ein neues Produkt auf den Markt zu bringen, bekommen von den Banken nur noch sehr zögerlich Geld. Große Konzerne sind deshalb schon dazu übergegangen, ihren Zulieferern Kredite aus der Firmenkasse zu gewähren, um überhaupt noch produzieren zu können.
Laut einem Artikel des Wirtschaftsmagazins Wirtschaftswoche müssen Banken weltweit wohl etwa 700 Milliarden Euro an US-Geldern „in den Wind schreiben". 700 Milliarden - das ist die Summe des gesamten Eigenkapitals der etwa 50 größten Banken der westlichen Welt. Wenn man jetzt noch weiß, dass das Eigenkapital der Banken für die Höhe der Vergabe von Krediten ausschlaggebend ist, so wird einem deutlich, was auf die Weltwirtschaft zukommt. Ein Verlust von 700 Milliarden Euro würde bedeuten, dass Banken an die vier Billionen (!) Euro Kredit nicht vergeben dürfen - eben wegen der Eigenkapitalabsicherung.
Vor diesem Hintergrund wird nachvollziehbar, dass Millionen von Arbeitsplätzen gefährdet sind. Die Weltwirtschaft könnte einen Abschwung (Rezession) erleben, der in den USA beginnt. Die US-Wirtschaft wird nämlich zu 70 Prozent vom privaten Konsum getragen, für den viele Amerikaner aber jetzt kein Geld mehr haben, weil sie keine günstigen Kredite mehr bekommen. Wie dramatisch es jetzt schon ist, zeigte das Weihnachtsgeschäft 2007. Die Amerikaner gaben deutlich weniger aus.
Genau das ist das Szenario, das die französische Denkfabrik LEAP/E2020 bei ihren Prognosen zugrunde legt. Sie hat sich mittlerweile einen Namen gemacht, weil sie nicht nur die Wiedervereinigung Deutschlands prognostizierte, sondern auch schon im Frühjahr 2006 vor der amerikanischen Immobilienkrise warnte, bevor sie 2007 begann. Das LEAP/E2020 geht davon aus, dass eine Rezession im Laufe von 2008 den Alltag der Amerikaner voll erreichen und dann in Folge ab Mitte 2008 das weltweite Finanzsystem zusammenbrechen wird. Die Wirtschaftswoche, die zu diesem Thema im Dezember 2007 ebenfalls einen großen Artikel präsentierte, betitelte diesen so: „Finanzkrise: Jetzt geht's erst richtig los."
Quellen: TOPIC Nr. 01/2008
http://www.bueso.de oder
http://www.solidaritaet.com/neuesol/2008/6/index.htm