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6. »Es sind die immer wieder auftretenden Wirtschafts-krisen, die sich auf unser Geld auswirken. Das ist unvermeidlich!«
Tatsächlich?
Und was ist mit dem Geld selbst? Alles in Ordnung?
Geld ist das Tauschmittel für Waren und Leistungen, das Blut für die Wirtschaft. Ohne funktionierenden Geldkreislauf gibt es keine dauerhaft funktionierende Wirtschaft.
Nicht die Menschen, und nicht die Arbeit sind das Problem, sondern unser Geld, mit dem die Arbeit bezahlt wird! Wird mit dem Geld natürlich Geld „bezahlt", und das in immer schneller wachsendem Ausmaß, muss die Wirtschaft, also der Austausch von Waren und Leistungen – letztlich – zusammenbrechen.
Es ist also umgekehrt:
Die Krisen unseres Geldsystems wirken sich auf unsere Wirtschaft aus! Und ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass Zinsgeldwirtschaften fast ausnahmslos nach einigen Jahrzehnten in Zusammenbrüchen und Kriegen endeten.
Von der großen ökologischen Katastrophe, die uns durch das ständige wirtschaftliche Wachstum droht, noch gar nicht zu reden!
„Wer glaubt, exponentielles Wachstum geht in einer begrenzten Welt immer weiter, ist entweder ein Verrückter, oder ein Ökonom!" Kenneth Boulding
Ein paar Zahlen...
• Verteilung der Geldvermögen in Deutschland (2002): 10 Prozent der Bevölkerung halten rund 60 Proznet des Vermögens; die reichsten 20 Prozent besitzen 80 Prozent, und die ärmere Hälfte (der Gesamtbevölkerung) teilt sich 5 Prozent des Vermögens.
• In den USA besitzen etwa 10 Prozent der Bevölkerung 70 Prozent des Kapitals; weltweit gesehen befinden sich etwa 90 Prozent des Geldvermögens bei den reichsten 10 Prozent der Menschen.
• Zinsbelastungen werden von Staat und Unternehmen weitergereicht: In jedem Preis stecken durchschnittlich 30-40% Zinsen. Bei Mieten können es bis über 70 Prozent sein! (Berechnung für Deutschland)
• Zinsbedingte Umverteilung in Deuschland pro Tag: rund 1 Milliarde Euro.
• Gesamtschulden der öffentlichen Hand (Deutschland): etwa 1,5 Billionen Euro
• Jährliche Zinslast alleine des Bundeshaushaltes (2007): über 40 Milliarden Euro. Gesamt: etwa 75 Mrd. (bei 5%)
• Anzahl der Jahre, die es braucht, diese Schulden zu tilgen: 125 (bei 1 Milliarde Euro Tilgung monatlich). Die monatliche Gesamtbelastung, mit Zinsen, betröge anfänglich etwa 8 Milliarden Euro/Monat!
• Ein dauerhaftes Absinken des Zinsniveaus um 2% würde bei uns jährlich etwa 120 Milliarden Euro an Zinszahlungen vermeiden, und könnten sinnvoll eingesetzt werden. Dieser Betrag entspricht etwa 3 Millionen Vollzeit-Arbeitsplätzen...
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