Mitten hinein in die sich immer weiter aufbauenden und von manchen vorsätzlich aufgebauschten Spannungen zwischen Russland und dem Westen hat die Europäische Union etwas ungewöhnlich Kluges getan. Sie verlangt eine internationale Untersuchung des Krieges in Georgien.
Natürlich wird diese Übung kaum gerichtsverwertbare Schuldbeweise erbringen. Dennoch muss dieser Weg beschritten werden, weil als Vermittler nur glaubhaft auftreten kann, wer beide Seiten anzuhören bereit ist.
Und Vermittler wollen und müssen die Europäer sein. Die Botschaft von ihrer Bereitschaft zur Unparteilichkeit, die sie dem Gipfeltreffen zwischen Nicolas Sarkozy und Dmitrij Medwedjew an diesem Montag vorausgeschickt haben, garantiert zwar nicht, dass sich Moskau aus seiner Trotzhaltung löst.