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Die fatale Einheitswährung "Euro"
Da sich nach Abschaffung der nationalen Zahlungsmittel in Europa die unterschiedliche Entwicklung der Staaten nicht mehr über Wechselkurse ausgleichen kann, bauen sich massive Spannungen auf. Dies wird bspw. anhand der extrem ausufernden Handelsbilanzdefizite z.B. von Spanien, Portugal oder Griechenland deutlich. Die Folgen sind klar: Europa wird als Ganzes immer weiter destabilisiert und der Euroverbund droht zu zerbrechen. Die Forderung italienischer Politiker aus dem Jahr 2005, aus dem Euro-Verbund wieder auszutreten, sollten die wirtschaftlichen Probleme andauern, war ein deutlicher Hinweis darauf, wie instabil die Einheitswährung ist.
Tritt erst einmal ein Land aus dem Euroverbund aus, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis diesem Schritt weitere Länder folgen und das Euro-System schließlich zerfällt.
Deutlich werden diese Spannungen auch anhand der Lohnstückkosten:
Die Lohnstückkosten sind ein Maß dafür, wieviel Lohn in einer Volkswirtschaft investiert werden muß, um Güter zu produzieren. Wenn also ein Land im Vergleich zu einem anderen steigende Lohnstückkosten aufzuweisen hat, dann bedeutet das, daß es wirtschaftlich zurückbleibt. Für den Kapitalinvestor ist solch ein Land weniger attraktiv, da die zu erwartenden Gewinne im Vergleich zu den Lohnkosten geringer sein werden, als in einem Staat mit nur geringer Lohnstückkostensteigerung.
Man unterscheidet hier zwischen sogenannten nominalen Lohnstückkosten, also den Beträgen, welche in der jeweiligen Inlandswährung ausgedrückt werden und sogenannten realen Lohnstückkosten, also der Betrag, ausgedrückt in einer Auslandswährung unter Berücksichtigung des Wechselkurses.
Um die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung verschiedener Staaten darzustellen muß man sich die nominalen Lohnstückkosten ansehen, also den Wechselkurseinfluß außer acht lassen. Interessant ist hier die Entwicklung in Europa:
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