Hungrige Kinder mitten in Deutschland
Es ist eine Tatsache, dass zunehmend Kinder mit knurrendem Magen im Schulunterricht sitzen. Konzentrationsschwäche, Zappeligkeit und schlechte Noten sind die Folgen. "Für 2,57 Euro pro Tag kann man kein Kind gesund und vollwertig ernähren", beklagt der Armutsforscher Professor Roland Merten von der Universität Jena. Genau den Betrag aber habe ein Hartz-IV-Empfänger für sein Kind zur Verfügung.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann hingegen meint, dass es viele Eltern mit geringem Einkommen gibt, die ihre Kinder trotzdem gesund ernähren. Dr. Claus-Peter Lochner, Leiter der Christophorusschule in Erfurt, hat jetzt Alarm geschlagen. Ihm tut es weh, hungrigen Schülern kein Essen geben zu können. Allein in seiner Einrichtung sind 6.000 Euro ausstehende Elternbeiträge für das Schulessen aufgelaufen. Beate Weber-Kehr, die Leiterin der Blankenhainer Tafel, kennt viele Kinder, die kein oder nur unzureichendes Pausenbrot mitbekommen.
Wer trägt die Verantwortung dafür? Versagen die Eltern oder der Staat?
FAKT heute 12.30 Uhr oder hier zum Nachlesen!
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